Frankreich E-Rechnungsmandat: Pflicht & Compliance 2026

Frankreich genehmigt B2B-E-Rechnungsreform

Frankreich hat das Finanzgesetz 2026 offiziell verabschiedet und damit den rechtlichen Rahmen für die verpflichtende B2B-E-Rechnung und das E-Reporting bestätigt. Diese Reform stellt einen bedeutenden Meilenstein in der digitalen Mehrwertsteuer-Strategie Frankreichs dar. Ziel ist es, die steuerliche Transparenz zu erhöhen, die Compliance zu verbessern und die Rechnungsübermittlung durch strukturierte elektronische Daten zu automatisieren.

Das neue System führt ein plattformbasiertes E-Rechnungsmodell ein, das schrittweise für alle in Frankreich mehrwertsteuerlich registrierten Unternehmen verpflichtend wird.



📅 Zeitplan zur Einführung der E-Rechnung in Frankreich

🚀 Phase 1 – 1. September 2026

Alle Unternehmen müssen elektronische Rechnungen empfangen können.
Große und mittelständische Unternehmen müssen:

  • B2B-E-Rechnungen ausstellen und übermitteln
  • Die E-Reporting-Pflichten erfüllen

Eine dreimonatige Übergangsfrist kann gewährt werden, wodurch sich die Frist bis Dezember 2026 verlängern kann.

📆 Phase 2 – 1. September 2027

Kleine und Kleinstunternehmen werden zur verpflichtenden Ausstellung von E-Rechnungen verpflichtet.
Vollständige Einführung der verpflichtenden B2B-E-Rechnung und des E-Reportings für alle französischen MwSt.-pflichtigen Unternehmen.



🧩 Frankreichs plattformbasiertes E-Rechnungsmodell

📌 Was sind „Plateformes Agréées (PA)“?

Frankreich schreibt die Nutzung staatlich zugelassener privater E-Rechnungsplattformen vor, die als Plateformes Agréées (PA) bezeichnet werden.

Diese Plattformen sind verantwortlich für:

  • Ausstellung, Übermittlung und Empfang von E-Rechnungen
  • Validierung strukturierter Rechnungsformate
  • Übermittlung der E-Reporting-Daten an die französische Steuerverwaltung
  • Registrierung im offiziellen staatlichen Verzeichnis

📌 Unternehmen können sich nicht direkt mit der Steuerbehörde verbinden. Alle verpflichtenden E-Rechnungsprozesse müssen über eine zugelassene Plattform erfolgen.



📑 Rechtlicher Rahmen und Datenübermittlung

  • Artikel 28 des Finanzgesetzes 2026 bildet die rechtliche Grundlage für E-Rechnung und E-Reporting.
  • Eine neue Vorschrift, Artikel 290-0 des französischen Steuergesetzbuchs (CGI), schreibt die strukturierte elektronische Datenübermittlung vor.

Zugelassene Plattformen sind gesetzlich verantwortlich für:

  • Die Richtigkeit der Rechnungsdaten
  • Die fristgerechte Übermittlung der E-Reporting-Informationen an die Steuerbehörde


📄 Technische Standards und Rechnungsformate

Das verpflichtende E-Rechnungssystem in Frankreich unterstützt folgende strukturierte Formate:

  • UBL 2.1
  • CII
  • Factur-X

Alle E-Rechnungen müssen:

  • In einem strukturierten, EN-16931-konformen Format ausgestellt werden
  • Über zugelassene Plattformen ausgetauscht werden
  • Vollständige digitale Nachverfolgbarkeit und Validierung gewährleisten


🏷️ Umfang der E-Reporting-Pflichten

Die Reform geht über die B2B-E-Rechnung hinaus. Das verpflichtende E-Reporting gilt auch für:

  • B2B-Transaktionen
  • B2C-Transaktionen
  • Grenzüberschreitende Transaktionen

Zu meldende Daten können umfassen:

  • Transaktionsdetails
  • Zahlungsstatus
  • MwSt.- und Betragsinformationen
  • Weitere steuerrelevante Datenpunkte


⚠️ Sanktionen und Durchsetzung

Das Finanzgesetz 2026 definiert den Rahmen für:

  • Verwaltungsrechtliche Sanktionen
  • Finanzielle Strafen bei Nichteinhaltung

Während der Einführungsphase kann ein „Soft-Landing“-Ansatz gelten. Nach Ablauf der Übergangsfrist wird die vollständige Compliance jedoch strikt durchgesetzt.



🧠 Wie sollten sich Unternehmen auf 2026 vorbereiten?

Um Compliance sicherzustellen und betriebliche Störungen zu vermeiden, sollten Unternehmen:

  • ERP- und Buchhaltungssysteme auf strukturierte E-Rechnungsformate umstellen
  • Eine zugelassene E-Rechnungsplattform auswählen und integrieren
  • E-Reporting-Datenflüsse konzipieren und testen
  • Datenqualität, Audit-Trails und digitale Archivierungsprozesse stärken
Link:  Kroatien: Verpflichtende PEPPOL-basierte E-Rechnungen und E-Berichterstattung ab 2026


🚀 Wie Eaglessoft bei der Frankreich-Compliance unterstützt

Eaglessoft unterstützt Unternehmen bei der Einhaltung der verpflichtenden französischen E-Rechnungs- und E-Reporting-Vorgaben durch skalierbare, zukunftssichere digitale Lösungen.

Mit Eaglessoft können Unternehmen:

  • Sich auf das plattformbasierte E-Rechnungsmodell in Frankreich vorbereiten
  • EN-16931-konforme strukturierte E-Rechnungen ausstellen
  • ERP- und Buchhaltungssysteme nahtlos integrieren
  • EU-Mehrwertsteuerreformen wie ViDA proaktiv berücksichtigen


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🔍 Warum die französische E-Rechnungsreform wichtig ist

Die E-Rechnungspflicht 2026 in Frankreich ist nicht nur eine regulatorische Anforderung – sie bietet eine strategische Chance, Finanzprozesse zu modernisieren, Compliance-Risiken zu reduzieren und die Echtzeit-MwSt.-Transparenz in Europa zu verbessern.

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